Sprachresynthese

Sprachresyntheseverfahren in der Klinischen Linguistik.

Im Anschluß an Lovell et al.(1994) werden die gegenwärtig vorliegenden Modelle der Sprachsignalsynthese in der klinischen Rehabilitation durch ein Resynthesemodell ergänzt, das nach Sampling natürlicher Sprachsequenzen elektronische Korrekturen erlaubt, um das korrigierte Material in den Theraieplan einzubeziehen. Prinzipiell werden elektronische Diagnosen der Defizienzen als Prozentwerte vom gerade eben noch nicht auffälligen Ausdruck des betreffenden Pateinten bestimmt. Der Therapieerfolg wird in Prozent der Verbesserung ursprünglich bestehender Defizite angegeben. Methodisch werden Verfahren für Spreche, Schreibe, Lesen und Hörverstehen beschrieben. Am Beispiel eines balbutistischen Patienten werden die Verfahren mit Abbildungen belegt und erläutert. Die therapeutische Korrespondenz bei Anwendung der Resynthese liegt - je nach Krankheitsbild - zwischen 30 und 100 %. Durch Vermeidung des sog. Eulenspiegel-Effektes (neurotische Störung der Selbstachtung durch fehlerhafte Sprechimitation) ist ein Vorteil gegenüber tradidioneller Logopädie evident. Die experimentelle Verwendung von Computer-Materialien ermöglicht objektivierte Überprüfungen des Therapieerfolges. Eine quantitative Studie zum Vergleich logopädischer und elektronischer Interventionen ist zur Zeit Desiderat.

Literatur:
- Lovett, M.W./  Barron,R.W./ Forbes,J.E'./ Cuksts, B./ Steinbach, K.A.: Computer speech
  based training of literacy skills in neurologically imnpaired children: a controlled evaluation.
  In: Brain and Language 47 (1), 1994, S 117-154.

- Herrmann, Wolfgang: Sprachresyntheseverfahren ind Klinischen Linguistik.
  In: Rupp, Gerhard (Hg.): Wozu Kultur. Frankfurt: Lang 1997,  S 279-289

 

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